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Wärme, Strom und Biogas aus Schlamm

 
Bei der Reinigung von Abwasser entsteht Schlamm. Jährlich fallen in der ARA  rund 100’000 m3 Klärschlamm an. Für die Verwertung des anfallenden Klärschlamms ist seit 1995 eine eigene Schlammverbrennungsanlage in Betrieb. Diese Anlage ermöglichte die Reduktion des Schlammvolumens für die anschliessende Ablagerung auf der Deponie.

 


Biogas-Aufbereitungsanlage


Vor der Verbrennung des Klärschlamms gelangt dieser in die Faultürme. Dort entstehen jährlich rund 2’000’000 m3Klärgas bzw. Biogas. Dieses Biogas besteht aus 62% Methan (CH4) und 38% Kohlendioxid (CO2).
Seit einigen Jahren wird mit einem grossen Teil dieses Biogases ein Blockheizkraftwerk betrieben, welches Strom für rund 800 Haushalte erzeugt. Weiter wird Fernwärme für den Forschungskanal der RUAG Aerospace produziert und die Heizung der ARA wird mit dem eigenen Biogas betrieben. Trotz dieser Verwertungsmassnahmen musste bis 2005 eine beträchtliche Menge des Klärgases ungenutzt abgefackelt werden.
Mit dem Bau der ersten Schweizer Biogas-Aufbereitungsanlage im Rahmen des Projekts ARA 2010 ist diese unbefriedigende Situation verbessert worden: Ein Teil des Klärgases (540’000 m3) wird nun so aufbereitet, dass es ins Erdgasnetz eingespeist werden kann. Diese Technologie wurde in Anlagen skandinavischer Länder erprobt. Die ARA erbrachte mit der Aufbereitungsanlage eine schweizerische Pionierleistung und wurde damit zum grössten Produzenten von Biogas in der Schweiz. Die jährlich aufbereitete Biogasmenge entspricht einem Energiewert von ca. 390’000 Litern Benzin. Das Gas wird hauptsächlich als Treibstoff für gasbetriebene Autos verwendet.
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